Meer und mehr

Tag 6 – In Istanbul und um Istanbul herum
Das wichtigste in Kürze:

  • Start: Istanbul / TR
  • Ende: Riva / TR
  • Durchquerte Länder: TR
  • Gefahrene km: 48
  • Übernachtung: 2 Euro für Campen
  • Erfüllte Missionen: 2. #92, #111

Unsere Nacht auf dem Vorplatz der Blauen Mosche war eher unruhig. Neben zahlreichen Straßenputzmaschinen waren auch die Touristen schon früh unterwegs und habe uns Gesellschaft geleistet und beim Schlafen gestört. Ab 10 Uhr ging das Programm los und neben Musik gab es Vorträge von diversen politisch und nicht politisch ambitionierten Gästen und Beteilitgten. Dann endlich der Le Mans Start vor der tollen Kulisse und ab ging es zur Fähre. Gemeinsam mit zig anderen Rallye-Teams haben wir auf den asiatischen Teil von Istanbul übergesetzt und sind nach einem kurzen Zwischenstopp am Bahnhof von Haydarpasch Richtung Meer gefahren. Mittlerweilen ist Fahren recht entspannt. Wir müssen uns unser Tagesziel nicht mehr selbst überlegen sondern folgen einer vorgegebenen mehr oder weniger funktionierenden Planung der Organisatoren 🙂 Wir sind auch nicht mehr wirklich auf uns alleine gestellt sondern meist umgeben von irgendwelchen anderen Teams und fahren in größeren oder kleineren Kolonnen.
Nach einem kurzen Intermezzo im Fußballstadion ging es an die Küste, wo wir unser Nachtlager bezogen haben. Der Ausblick von unserem Campingplatz war wunderschön. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, ins schwarze Meer zu hüpfen. Damit war die Urlaubsstimmung endlich bei allen angekommen. Den Tag haben wir standesgemäß mit einem Grillbuffett ausklingen lassen. Wir würden sagen: es läuft.

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Tag 7 – Boxenstopp in Balo
Das wichtigste in Kürze:

  • Start: Riva / TR
  • Ende:  Ilgaz/ TR
  • Durchquerte Länder: TR
  • Gefahrene km: 466
  • Übernachtung: 5 Euro für Campen
  • Erfüllte Missionen: 1. #83

Tag 7 begann wie so oft zu spät. Wir kommen morgens immer etwas schwer in die Pötte und statt 7 Uhr sind wir halt erst um halb neun losgezogen, Richtung Cankiri. Unterwegs haben wir uns verloren und sind kurzzeitig getrennte Wege gefahren. Aber mittlerweilen sind wir richtige Navigationstalente und können uns auch getrennt voneinander und ohne Karte recht gut orientieren. Am Zwischenziel Cankiri haben wir unsere 5 Pakete Ziegel abgegeben. Eigentlich hätten es 6 sein sollen, aber eins war nicht auffindbar. Die Ziegel kommen beim Bau eines Jugendzentrums zum Einsatz. Wieder eine gute Tat vollbracht! Es ist wirklich schön zu sehen, wenn die Hilfe auch tatsächlich dort ankommt, wo sie benötigt wird und man selbst dazu beitragen kann.
Weiter ging es Richtung Ilgaz. Nach ca. der Hälfte der Strecke mußten wir einen Zwischenstopp in Balo einlegen. Die automatische Spannrolle des Mercedes hat Ärger gemacht und auf dem Weg zur Werkstatt ging auch der BMW etwas in die Knie. Dem lieben Drumbun wurde es etwas zu heiß und wir haben ihn vorrübergehend am Straßenrand abgestellt. In der Werkstatt allerdings die schlechte Nachricht, dass das notwendige Ersatzteil für den Mercedes Benz nicht vorrätig ist und leider nichts repariert werden kann. Dafür wurden die Motorräder versorgt und mit Off-road Reifen versehen. Auch nach dem BMW wurde geschaut und der geplatze Kühlerschlauch ausgewechselt. Außerdem wurde unser defektes Ersatzrad für 8 Euro gerichtet und ist damit wieder einsatzbereit.3h später ging es weiter Richtung Tagesziel Ilgaz. Nach einer eher abenteuerlichen Strecke sind wir gegen 23 Uhr am Campingplatz angekommen, der auf 1.500 m Höhe lag. Statt Duschen und Toiletten gab es jede Menge Bäume und ein kleines Bächlein 🙂 Natur pur!
Und die beste Nachricht des Tages: wir haben mal wieder geschickt geparkt und die Etappe auf Platz vier abgeschlossen 😉

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Tag 8 – Computer Carity
Das wichtigste in Kürze:

  • Start: Ilgaz / TR
  • Ende:  Corum / TR
  • Durchquerte Länder: TR
  • Gefahrene km: ca. 180
  • Übernachtung: 15 Euro für Hotel
  • Erfüllte Missionen: 3. #3, #49, #99

Der heilige Sonntag war unser Tag der guten Taten mit Zwischenstopp in Bozboğa Köyü, wo wir unsere PCs abgegeben haben. Aber der Reihe nach:
Gemütlich um 10 Uhr sind wir gemeinsam mit allen anderen aufgebrochen, um die nächste Etappe anzutreten. Der Benz war mittlerweilen nicht mehr zu überhören, aber fahrtauglich. Dem BMW ging es nach dem kleinen Eingriff wieder bestens und war zu allen Schandtaten bereit.
Die Strecke Richtung Corum war wie schon viele Strecken davor unheimlich schön. Leider lassen sich die vielen Eindrücke oft weder in Worte fassen noch in Fotos festhalten. Wir haben mittlerweilen einen ganz guten Rhythmus gefunden und cruisen gemütlich durch die Landschaft. Überall begegnen uns die Leute sehr freundlich, winken, grüßen, hupen, machen Platz.
In Boğazkale gab es eine kurze Planänderung. Statt dem gemütlichen Besuch der ein oder anderen Kulturstätte ging es für uns plötzlich im Hopp Galopp Richtung Corum, das noch 120 km entfernt lag. Eigentlich sind wir davon ausgegangen, dass unser Besuch in der Schule erst am Montag stattfindet. Aber wir sind ja flexibel und hatten schon gelernt, dass sich die Pläne während der Rallye hin und wieder ändern und so sind  wir brav unserem Begleitfahrzeug gefolgt und haben uns auf den Weg gemacht. Kleo, Ronja und Günter haben unterwegs noch die off-road Strecke mitgenommen.  Um 17 Uhr sind wir alle gemeinsam in Corum angekommen wo wir auch schon erwartet wurden. Ein etwas ausführlicherer Bericht zu unserem Besuch in Bozboğa Köyü gibt es hier
Am Abend dann endlich Utas großer Einsatz: sie hatte bereits TAGE damit verbracht, sich auf die Musikaufgabe vorzubereiten. Wir mußten am Start ja leider unsere Ukulelen abgeben und hatten dafür ein Horn bekommen. Uta als wahres Musiktalent hatte fleißig „Bruder Jakob“ geübt und war hochmotiviert, gemeinsam mit den anderen Teams aufzutreten. Das Ergebnis war …..interessant…. aber lustig und ziemlich unterhaltsam. Man konnte zumindest den Titel grob erkennen 🙂 Der Sonntag war für uns sicher ein Tag, der uns noch lange in Erinnerung bleiben wird. Passenderweise wurde er mit einem Feuerwerk abgeschlossen. Als Krönung gab es noch einen kleinen Schwipps (gesponsort von den Sternensammler), ein sauberes Bett UND eine Dusche im Hotel 🙂

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