Erster Lagebericht

TAG 1. Start in Oberstaufen

Das wichtigste in Kürze

  • Start: Oberstaufen / DE
  • Ende: Dölsach / AT
  • Durchquerte Länder: DE, IT, AT
  • Gefahrene km: 371
  • Übernachtung: 0 Euro für Campen
  • Erfüllte MIssionen: 8. #86, #38, #39, #41, #43, #64, #110, #28

Wir sind am Sonntag erfolgreich in Oberstaufen gestartet und haben vom OK noch ein paar Balken, Schuhe und Ziegelsteine mitbekommen, die wir unterwegs verarbeiten, tauschen und abgeben müssen. Außerdem haben wir unser Roadbook, ein paar Paletten Cola und Würste (Mitgift diverser Sponsoren) eingesammelt. Gegen 14.30 Uhr sind wir dann endlich los Richtung Orient.

Wir haben uns für die Balkanroute entschieden und sind über den Fernpass via Österreich nach Italien und wieder nach Österreich. Die Passstraßen haben uns leider recht viel Zeit gekostet, so dass wir deutlich langsamer vorwärts gekommen sind als geplant. Unsere Durchschnittsgeschwindigkeit lag bei 50 km/h. Zwei kurze Zwischenstopps um die Autos wieder fit zu machen, haben für weiteren Zeitverzug gesorgt.
Bei Juri mußten wir kurz die Reifen wechseln und Günters Glühbirnen wurden getauscht. Ob diese wirklich defekt waren oder Fahrer und Beifahrer nur Probleme bei der Bedienung des Lichtschalters hatten, sind wir uns noch nicht so ganz sicher.
Eine kurze Situationsanalyse hat gezeigt, dass wir noch viel zu weit von Slowenien entfernt sind, wo wir eigentlich gerne den Tag beendet hätten. Daher sind wir kurzerhand beim Team Krapfenschnaggler eingekehrt, die zur Rallyeparty geladen hatten.
Team Wüstensterne war ebenfalls anwesend und hat sich den Zeltplatz mit uns geteilt. Danke an das Team Krapfenschnaggler für die Gastfreundschaft. Die Eierspeis am Morgen war der Hammer!
Wir haben auch gleich eine weitere Mission hier erfüllt und Auto #86 dort gelassen. Kunibert sollte gegen eine kostenlose Übernachtung getauscht werden und wir finden das Team vom Gasthof Marinelli hatte sich das kleine MItbringsel wirklich verdient!


TAG 2. Die Sache mit der fehlenden Versicherungskarte
Das wichtigste in Kürze:

  • Start: Dölsach / AT
  • Ende:  Bosanski Petrovac / BA
  • Durchquerte Länder: AT, IT, SV, HR, BA
  • Gefahrene km: ca. 600
  • Übernachtung: 0 Euro für Campen
  • Erfüllte Missionen: 1 (#70)

Unser erster richtiger Rallyetag begann bei strahlendem Sonnenachein und vor traumhafter Bergkulisse. Nach einem deftigen Frühstük, Tankpause, kurzem Werkstattbesuch um das Sortiment an Radschrauben aufzubessern, ging es los. Als Tagesziel hatten wir uns Sarajevo gesetzt um endlich etwas Strecke zu machen.
Von Österreich es also nochmal nach Italien und dann durch Slowenien. Die Straßen waren leer und unsere Motorradfahrer haben sich über gut ausgebaute Serpentinen fast ohne Gegenverkehr gefreut.
Nach Slowenien ging es weiter nach Kroatien. Am langersehnten Meer gab es Fisch für alle und mit vollem Bauch haben wir die Küstenstraße verlassen und sind ostwärts Richtung Bosnien.
An der bosnischen Grenze ein kurzer Schock: für den Mercedes Benz und Seat lagen jeweils nur Kopien der grünen Versicherungskarte vor und der Zollbeamte war nicht sonderlich erfreut darüber. Ohne Original in der Regel keine Einreise. Nach einigem hin und her hat er uns aber trotzdem über die Grenze gelassen und wir haben uns schnell vom Acker gemacht. Etwas zu schnell: kurz hinter der Grenze wurden mindestens 2 unserer Fahrzeuge geblitzt.
Nach ca. weiteren 100 km war dann genug auch wenn wir unser Tagesziel Sarajevo nicht ganz erreicht hatten. Unser Soll von 555 km hatten wir erfüllt. Deshalb ging es mit ruhigem Gewissen auf die Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Der nette deutschsprechende Tankstellenwart in Bosanski Petrovac hat uns freundlicherweise sein Stückchen mienenfreies Land zur Verfügung gestellt und so konnten wir gegen 1.00 Uhr unser Nachtlager beziehen.

weitere Berichte folgen 🙂