Auf dem Weg zum Etappenziel Istanbul

TAG 3 –  Tagesziel: Duschen

Das wichtigste in Kürze:
Start: Bosanski Petrovac / BA
Ende: Kraljevo / SR
Durchquerte Länder: SR, BA
Gefahrene km: 543
Übernachtung: 10 Euro für ein 4-Sterne Hotel (plus 5 Euro Frühstück)
Erfüllte Missionen: 0

Der Beginn unsers 3ten Rallye-Tags war vor allem eins: kalt! Gefühlt waren es min. -5° Grad, vermutlich waren es aber ein paar mehr. Nach einer kurzen Frühstück sind wir aufgebrochen und haben das idyllische Camp zurückgelassen. Um 9 Uhr hatten wir bereits 100 km zurückgelegt. Yeah. Dann haben wir uns verfahren 🙂
Nach ein bißchen links und ein bißchen rechts und ca. 1h später ging es zurück auf die Strecke und weiter Richtung Sarajevo. In Sarajevo haben sich Kristof, Martin und Iris auf die Suche nach einem copy shop gemacht. Dank einer sehr netten Dame und ein bißchen grünem Papier machen wir uns mittlerweilen etwas weniger Sorge an der Grenze 😀
Die weitere Fahrt durch Bosnien war unbeschreiblich schön und ein landschaftliches Highlight. Bruno und Felix haben sich mit den Motorrädern abgesetzt und ausversehen die off-road-Fähigkeit der Motoräder etwas getestet. Fazit: Fahrer glücklich, Test bestanden 😉
Gemeinsam sind wir über die serbische Grenze und ironischerweise hat sich niemand für die grüne Versicherungskarte interessiert. In Kraljevo haben wir erstmals eine richtige Unterkunft gesucht. Kudret ist fündig geworden und konnte den Preis etwas verhandeln. Statt 15 Euro pro Person inkl. Frühstück haben wir 10 Euro für die Übernachtung und 5 Euro für das Frühstück bezahlt und sind damit regelkonform 😉 . Nach 3 Tagen konnten wir alle das erstemal wieder duschen, eine anständige Toilette benutzen und sind sauber und zufrieden ins Bett gefallen.

Übernachtung in Kraljevo
Übernachtung in Kraljevo
lecker Cevapi in Bosnien
lecker Cevapi in Bosnien

Päuschen irgendwo im nirgendwo

Tag 4 – Verkehrsregeln mal anders

Das wichtigste in Kürze:
Start: Kraljevo / SR
Ende: irgendwo hinter Plovdiv / BG
Durchquerte Länder: SR, BG
Gefahrene km: 578
Übernachtung: 0 Euro für Campen an der Straße
Erfüllte MIssionen: 0

An Tag 4 hatten die serbischen Straßen unsere Autos und Motorrädern einem ersten Test unterzogen. Wir waren mit einer Durschschnittsgeschwindigkeit von ca. 30km/h unterwegs und sind über Schlaglöcher, Pisten, schräge Straßen gepest.
Wir haben uns mittlerweilen den lokalen Verkehrsregeln angepasst und ignorieren grundsätzlich Überholverbot, durchgezogene Linien und Geschwindigkeitsbegrenzungen 😉
Von Serbien ging es ohne große Probleme über die bulgarische Grenze. Wir waren wohl so euphorisch, dass wir nicht gemerkt haben, dass wir den falschen Weg eingeschlagen hatten und verbotenerweise auf einer Mautstraße gefahren sind. Nachdem wir ca. 30km weit und breit kein Schlagloch gesehen hatten, sind wir doch etwas skeptisch geworden und nach einem genauen Blick in die Karte ist uns der Faux-pas dann auch aufgefallen. Den Frust haben wir uns in einem Möbelhaus a la IKEA von der Seele gegessen, dort das komplette Restaurant geplündert und die Theke einmal leergegessen.
Weiter ging es Richtung Sofia. Kurz vor bulgarischen Hauptstadt mußten wir dann eine kleine Reparaturpause einlegen und der Honda etwas auf die Sprünge helfen, deren Benzinpumpe den Geist aufgegeben hatte.
Zwei Stunden später ging es weiter. Die Stadtrundfahrt durch Sofia war schön aber recht zeitraubend. 7 Fahrzeuge durch eine Stadt zu lotsen ist ein kleines Meisterwerk. Nachdem wir die Stadt hinter uns gelassen hatten, ging es Richtung Plovdiv. Wir waren mittlerweilen recht spät dran, aber hatten nur einen Bruchteil der Strecke geschafft. Entsprechend lange war die Fahrt ind die Nacht. Um 2 Uhr dann aber die Kapitulation: wir waren alle zu müde zum weiterfahren und haben neben einer Straße unser Nachtlager aufgeschlagen.

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Tag 5 – Endspurt Richtung Istanbul
Das wichtigste in Kürze:
Start: irgendwo hinter Plovdiv / BG
Ende: Istanbul / TR
Durchquerte Länder: BG, TR
Gefahrene km: 423
Übernachtung: 0 Euro für Campen an der Straße
Erfüllte MIssionen: 2. #50, #83

Trotz einer recht kurzen Nacht sind wir an unserem fünften Rallyetag früh aus den Federn. Da wir in den letzten Tagen immer gerade so unser Tagessoll erreicht hatten, wollten wir frühzeitig los und ausreichend Puffer einplanen, um Istanbul sicher (und idealerweise noch bei Tageslicht) zu erreichen. Bulgarien konnten wir ohne weitere Probleme hinter uns lassen, mußten nur einen kurzen Umweg über Griechenland einlegen, um einen gesperrten Grenzübergang zu umgehen. Nach einer kurzen Reparaturpause an der Tankstelle irgendwo in der Türkei (wieder die Benzinpumpe der Honda) konnten wir dann weiter gen Istanbul und hatten die Stadtgrenze tatsächlich gegen 17 Uhr erreicht. Die Fahrt durch die türkische Hauptstadt war wild, aber Kudret und Jakob haben uns gut durch die Stadt navigiert und so sind wir dann um 18 Uhr endlich auf dem Vorplatz der blauen Moschee eingefahren.
Die Stimmung war entsprechend positiv. Erstes Etappenziel erreicht. 2545 km gefahren. Ohne große Probleme durchgekommen. Viel gesehen. Wenig geschlafen. Alles gemeistert. Top.

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